Das muss man sich angesichts des Artikels in der MZ am 17. Dezember 2011 zu der im Stadtrat am 15. Dezember geführten Diskussion schon fragen. Und ich denke hier sollte auch der Chefredakteur der Mitteldeutschen Zeitung einmal klare Worte sprechen.
Hier der Redebeitrag von Herr Wolf:
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Haugk,
ich fühle mich durch ihre Aussagen vom 23. November 2011 in der MZ persönlich angesprochen und denke das dadurch Klärungsbedarf entstanden ist.
In ihrem Interview sagen sie wörtlich, „im Stadtrat müssen wir unseren Stil finden, da gibt es noch Optimierungsbedarf“.
Wenn das so ihr Eindruck ist, warum sind sie nicht auf die Fraktionen zugegangen, nein sie teilen uns einen solchen schweren Vorwurf über die Presse mit.
Ich habe 17 Jahre in der NVA und 17 Jahre in der Bundeswehr gedient.
In keiner Beurteilung ist mir jemals vorgehalten wurden, dass ich stillos bzw. stilsuchend sei, was für mich übrigens das Selbe ist, denn wenn ich etwas suche dann habe ich es ja nicht.
Herr Bürgermeister sie haben das Interview aus Anlaß ihrer 150 tägigen Dienstzeit gegeben und stellen dar, das durch ihr Bohren nun unsere Sekundarschule saniert wird. Ihr Einsatz findet auch Anerkennung, dennoch so denke ich, dass das eine sehr verkürzte Darstellung der Realität war. Nur mal zur Erinnerung, da waren Ausschüsse des Kreistages vor Ort, da waren Minister und Staatssekretäre sowie der Landrat einbezogen, da waren Landtagsabgeordnete wie Harry Lienau und Eva Feußner in der Schule, da hat der Stadtrat auf Initiative des Fraktionsvorsitzenden der CDU einen Brief an den Landrat bezüglich der Schulsanierung geschrieben, die Schulsanierung wurde von allen Mitgliedern des Stadtrates gefordert und dann war da auch noch der unermüdliche Kampf des Bürgermeisters Hans Dieter von Fintel.
Ich denke das dieser breite Einsatz in punkto Schulsanierung zumindest erwähnenswert wäre.
Weiterhin stellen sie nach 150 Tagen fest, „wir machen Bergbau zum Thema eins und stellen die Weichen jetzt“.
Ich glaube diese Weichenstellung käme über 20 Jahre zu spät und die Kohle ist in Hohenmölsen schon sehr lange Nummer eins.
Ich will nur drei Tatsachen nennen die das untermauern.
- Entscheidung nach der Wende – Fernwärme aus Kohle für Hohenmölsen
- Umsiedlung Großgrimma
- Naherholungsgebiet Mondsee
Sollte die MIBRAG das Kohlekraftwerk bauen, wäre das doch auch eine Bestätigung der jahrelangen Politik des gesamten Stadtrates mit Hans Dieter von Fintel an der Spitze.
Ich wünsche uns allen für das nächste Jahr eine konstruktive Zusammenarbeit, immer zum Wohle unsere Stadt und das Roß und Reiter immer richtig benannt werden.“
Da wird doch durch die anwesende Vertretung der Mitteldeutschen Zeitung, Frau Petra Wozny, tatsächlich alles, was Reinhard Wolf zu den von Ihr im Vorfeld in der MZ abgedruckten Artikeln gesagt hat, ins Gegenteil verkehrt und sie unterstützt direkt den amtierenden Bürgermeister Andy Haugk. Ein Schelm wer Arges dabei denkt!
Was hatte Herr Wolf nur gewagt zu sagen?
Er hatte nur klargestellt das es so, wie es von Frau Wozny in dem mit Herrn Haugk geführtem Interview anlässlich seiner ersten 150 Tage im neuen Amt, nicht der Wahrheit entspricht.
Sicher kann man verschiedene Meinungen haben, aber es gibt immer nur eine Wahrheit.
Und da ist es doch so, wie es von Reinhard Wolf klar und deutlich formuliert wurde. Die Arbeit im Stadtrat ist nicht einfacher geworden, aber einem Stadtrat Stillosigkeit vorzuwerfen ist schon etwas weit übers Ziel hinaus geschossen.
Zumal es bei Meinungsdifferenzen immer mindestens zwei Standpunkte gibt und es sich als zielführend herausgestellt hat, wenn man selbstkritisch die eigenen Standpunkte prüft.
Weiterhin wurde in dem Interview mit Andy Haugk der Eindruck vermittelt, dass die Stadt Hohenmölsen jetzt, unter seiner Führung beginnt, die MIBRAG in den Mittelpunkt der zukünftigen Arbeit zu rücken und die letzten 23 Jahre dieser Aspekt unter den Tisch gekehrt wurde.
Auch hier gab er zu bedenken, dass es der damalige Bürgermeister Hans Dieter von Fintel und der Stadtrat vor 20 Jahren war, die eine Entscheidung zur Braunkohle und damit zur MIBRAG und der Fernwärme getroffen hatten.
Und auch die Umsiedlung der Gemeinde Großgrimma konnte nur so hervorragend gelöst werden, weil MIBRAG und Stadt intensiv zusammen gearbeitet haben.
Letztendlich auch die dritte Richtigstellung. Frau Wozny, es war die CDU-Fraktion des Stadtrats, in Person vom Vorsitzenden Peter Storch, der im Herbst 2010 im Hauptausschuss den Antrag einbrachte Stellung zur erforderlichen Sanierung der Sekundarschule in Hohenmölsen zu nehmen. Daraufhin hat der Stadtrat fraktionsübergreifend in der nächsten Beratung einen offenen Brief an den Landrat Harry Reiche formuliert und auf die Zustände in dieser Schule hingewiesen, verbunden mit der Bitte sich hier als Träger der Einrichtung aktiv für eine Sanierung einzusetzen.
Und auch in den nachfolgenden Gesprächen mit Landrat, Staatssekretär und Vertretern des LandesVerwaltungsamtes waren Hans Dieter von Fintel und Peter Storch, Eva Feußner und Harry Lienau gemeinsam mit dem Schulleiter Herrn Keck, die Motoren in der Sache.
Also, das alles so zu verdrehen dass es gerademal passt ist schon ein „ordentliches Stück“ an journalistischer Leistung.
Und genau diese Klarstellung hat der Stadtrat Reinhard Wolf gefordert, mehr nicht!
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